Nun schreibe ich schon seit einiger Zeit und habe noch niemanden gefunden, der mir eine Widmung auf die erste Seite setzt. Wie ich von meinem Vater gelernt habe, soll man die Dinge dann auch lieber selbst in die Hand nehmen, sonst wird's nichts und aus diesem Grunde widme ich selbst meinen Blog zumindest teilweise den Küchenfrauen meiner Fakultät und der kreativen Gestaltung meiner alltäglichen Rohkost. Seit ich im März wieder an der Uni bin und mich zu Mittag an meinem komplexen Essen freue (Suppe, Hauptgericht (eigentlich immer nacksche Nudeln und Bulette), ein Salat und eine Tasse Tee für nur 100 Rubel) gibt es ständig Rohkost. Das mag langweillig erscheinen, doch die guten Frauen des Hauses wissen die Karottenraspel geschickt aufzuwerten. Möhren selbst kann man nicht modifizieren, doch im Spiel mit 3 sogenannten Accessoires kann dem Stundenten ein spannendes Mahl bereitet werden. Heute fand ich Zucker und ein wenig Petersilie, gestern einen kleinen Klecks Smetana und letzte Woche Mittwoch, bei wohl all zu spendabler Stimmung der Küche, sogar 3 Rosinen, aber sicherlich nicht mehr. Da dies mein einziges Gemüse in der Woche ist, freue ich mich immer ganz besonders darauf und werde meinen Dank mit dieser Widmung zum Ausdruck bringen:
Ich widme meinen Blog zum Teil dem Küchenpersonal der Smolnyj Fakultät und danke für ihre wortlose Seriosität bei der Ausgabe und Zubereitung der Kost für die zukünftigen Eliten des Landes. Vielen Dank, dass ihr mich bei meiner wöchentlichen Nährstoffzufuhr unterstützt und meine Arbeit erst möglich macht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen