Dienstag, 30. November 2010

Warm/Kalt in jeder Beziegung

Heute morgen gab es kein warmes Wasser. Ich, als morgendlicher Warmduscher bin da völlig aufgeschmissen. Kurz darauf ein Zettel am Empfang: Bitte alle Wasserhähne zudrehen, es kam schon zu Überschwämmungen in einigen Etagen. Und, ach ja, es wird wohl öfter morgens kein warmes Wasser geben. Also nehme ich an, das auch die Heizung über Nacht kalt wird, aber das habe ich noch nicht empirisch belegt. Insgesamt ist unsere Wohnung kalt und nur der Adventsschmuck lässt heimelige und gemütliche Stimmung aufkommen. Wir haben einen Adventsteller mit 4 Kerzen, einem Plastikblumenornament und vielen, von Vera und mir aus Orangenschalen ausgeschnittenen und getrockneten, weihnachtlichen Verzierungen, unter anderem eine Krippe (mit Ochse!), ein Weihnachtsmann, Schneemänner, Sterne, Herzen und so weiter. Wir haben rote und goldene Sterngirlanden um unser Küchenfenster drapiert und sogar eine bunte Sternlichterkette aufgehängt, die verschieden blinkt oder manchmal auch nicht.

Heute ist mir weiterhin aufgefallen, dass ich mir absofort 2 Paar Socken anziehen muss, sonst laufe ich bald nur noch auf meinen Fußballen. Ein Highlight des Tages war der himmelblaue Himmel und die Sonne, die vielen Petersburgern den echten Pelz gewärmt hat.

Ein Phänomen, über das ich erst jetzt schreiben möchte, ist das Schlangestehen. Also in der Metro besteht eine Schlange meist aus multiplen Enden, die alle egalitäre Ansprüche auf den 1. Platz auf der Rolltreppe oder durch die Tür haben. Heute fand ich das fast sogar angenehm, weil man sich in der Masse besser wärmen kann. Wenn man also mit Love-Parade-Feeling mitten im Gedränge steht und sich zusammen mit 40 anderen Leuten durch eine Tür pressen will, so sollte man erstens auf seine Tasche aufpassen, zweitens die Nase fest verschließen und drittens so gut es geht oben bleiben und gegendrücken, sonst kommt man unter die Füße. Treppenstufen sind besonders herausfordernd und für ihre Erklimmung benötigt man guten Rückhalt von seinen Hintermännern.
Andere Schlangen, die nichts mit Beförderung zu tun haben sind geregelt und, wenn man weiß wo sie aufhören, gut überschaubar. Trotzalledem sollte man immer fragen: "Кто последний?" - Wer ist der Letzte? Denn falls man schnell noch wo hin muss, kann man seinen Hinter - und Vordermann ohne Probleme um Platzfreihaltung bitten. Professionelle (bezahlte) Schlangensteher, wie in Amiland sind also nicht von Nöten, alles kann durch einfache Nächstenliebe erreicht werden.

Ich habe übrigens eine Gitarre bekommen. Anja, eine Freundin von Kasia hatte 2 und hat mir freundlicherweise eine geliehen. Jetzt kann ich jeden Morgen zum Aufstehen Lieder singen und Kasia mit "Guten Morgen liebe Sorgen", oder ":Guten Morgen:, Guten Morgen Sonnenschein" aus dem Bett und in die kalte Dusche scheuchen.

Sonntag, 28. November 2010

1. Advent

Ich wünsche euch allen einen gesegneten 1. Advent. Feiert schön, trinkt einen Tee, esst Plätzchen und kuschelt euch in eine warme Decke ein.

Liebe Grüße, Anna

Freitag, 26. November 2010

Und noch etwas

Ich finde es wirklich interessant, wie der Ein- und Ausgang aus einem Gebäude geregelt ist. Bei vielen Supermärkten, Business-Zentren oder auch Universitätsgebäuden muss man durch 2 große Türen, einen kleinen Zwischenraum, dann wieder 2 große Türen, um endlich im Inneren zu sein. Das geniale ist: Es werden immer nur 2 sich schräg gegenüberliegende Türen, also eine linke und eine rechte geöffnet, sodass man hin und her laufen muss und ständig vor verschlossenen automatischen Türen steht. Das macht zwar auch Sinn, weil so nicht all zu viel kalte Luft ins Innere kommt, aber ich habe schon viele Leute nach einem Eingang oder Ausgang suchen sehen und habe selbst schon einige befremdende Erfahrungen gemacht. Und natürlich können nicht so viele Leute rein, wie normal möglich wäre und man hat meistens nie genug Platz um in dem Zwischenraum aneinander vorbeizugehen. Eine weitere kleine Eigenart, unserer russischen Brüder und Schwestern, oder besser Schwestern und Brüder, damit sich keiner benachteiligt fühlen muss.

Mein Come-Back

Ich war jetzt einige Zeit von der Bühne verschwunden, also muss ich mal wieder berichten. Viel hat sich ereignet, viel hab ich gesehen, viele Museen besucht. Die Stadt ist wirklich sehr vielfältig und bietet jedem Bildung nach seiner Vorstellung. Wir waren im ethngraphischen Museum, im Dostojevsky Museum, im Arktis-Antarktis Museum, in 2 wunderschönen Kirchen (von sicherlich 30), im Russischen Museum, in der Kunstkammer u.s.w.
Außerdem hab ich am Mittwoch Giselle gesehen und am Sonntag gehts zu Toska. Wir sind also vielbeschäftigt und haben weder Zeit für Heimweh, noch um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Vermutlich geh ich am Samstag sogar noch zu den Kosaken, weil grad ein Festival in der Stadt ist.

Die Uni dümpelt so vor sich hin. Da ich noch ein Semester bleibe, hab ich kleinere organisatorische Schwierigkeiten mein Visum bis Ende Januar noch mal zu verlängern und zwischendurch nach Hause zu fahren (man muss seinen Pass für ca. 4 Wochen abgeben, nur damit sie einen Stempel reinmachen). Aber mein Multivisum bis Ende Januar habe ich endlich bekommen - ein kleines Faltblatt, was man zusätzlich zum Pass immer mit sich führen muss.

Vorgestern auf dem Weg zur Uni ist mir aufgefallen, dass die Russen das Konzept des Kreisverkehres und überhaupt von Kreuzungen vermutlich nie verstehen werden. Solche Verstopfungen wie hier, hab ich noch nirgendwo anders gesehen, da ist Odessa ein Witz gegenüber diesen Autofahrern. Man steht Kreuz und Quer auch gern mitten auf der Kreuzung und in den einen Kreisverkehr in der Stadt, der auch nicht so ganz wirklich einer ist, fährt man rein, sobald Platz wird (wie überhaupt in jede Lücke, die sich im Straßenverkehr auftut). Vorfahrtschilder sind reine Richtlinien. Der Schnellere gewinnt und 2 Spuren können ohne Probleme zu 3en erweitert werden. Kreuzungen frei halten ist dem Petersburger völlig fremd. "Egal wie viele schon stehen, Platz für ein halbes Auto ist immer. Wenn die auf der anderen Seite grün kriegen, können sie halt nicht fahren. Warum haben sie sich nicht auch vorher schon auf die Kreuzung gestellt." So ungefähr kann man sich das vorstellen :)

Bei uns ist jetzt auch relativ plötzlich der Winter eingezogen. Dicke Schneeflocken vorm Fenster und viel Matsch auf der Straße - da will man sofort die Wohnung weihnachtlich schmücken. Leider haben wir noch nichts zum Schmücken gekauft. Der Adventskalender ist aber schon fertig gebastelt und wird sobald es geht gefüllt. Jeder darf aller 4 Tage eine Kiste öffnen. Deswegen sind sie auch so groß, auf das man mehr reinlegen kann :)

Kasia hat gestern Wein gekauft und wollte mit uns trinken. Wir waren alle schon im Bett, deswegen haben wir ihn heute Mittag geöffnet - ein Massandra Portwein. Meine Eltern erinnern sich vielleicht noch an die Weinverkostung auf der Krim, da gab es diesen, glaub ich, auch. Kasia schenkt uns also allen ein Saftglas voll ein. Wir probieren - ein sehr volles Aroma, süß, und stark, laut Etikett 17,5%. Versuch mal mitten am Tag ein ganzes Glas fast Likör zu trinken und dann noch zu arbeiten. Alles geht etwas leichter von der Hand.

Aus diesem Grund leg ich mich erst mal ins Bett und schreibe eventuell zu späterer Stunde weiter über die Abenteuer und Rätsel, die sich mir hier in dieser Stadt immer wieder eröffnen.

Eine kleine Episode noch. Ich hab diese Geschichte nur von anderen gehört (fühl mich schon wie die Schwester Grimm). Ein paar Freunde waren in Moskau und wollten auf den Fernsehturm, oder irgendeinen anderen Turm, das ist nicht mehr so genau überliefert. Sie stehen also am Eingang vor dem Wächter und wollen rein. Der sagt: "Sie können nur mit Tickets in den Turm." Sie fragen: "Wo ist denn die Kasse, wo kann man die denn kaufen?" Er antwortet: "Die Kasse ist im Turm." Sie, schon etwas stutzig: "Dann lassen sie uns rein, damit wir uns Tickets kaufen können!" Er nur: "Tut mir Leid, ich habe meine Anordnungen. Sie können nur mit schon gekauften Karten rein. Wie sie das machen ist nicht mein Problem." Da sind sie unverrichteter Dinge wieder von dannen gezogen.

Bis später, Anna

Montag, 15. November 2010

What a lovely view / Was für ein schöner Ausblick

We got our windows cleaned! Now I know that the fog outside was actually dirt and that we have quite a nice view even with windows closed. As to last week, the presentation was, I quote, "brilliant" although I am pretty sure, we didn't earn that. The Russian students were well prepared but had no idea of how to do a ppt. I am thankful for every lecture with Harper and I'd like to rent him out to my fellow students here.
On Saturday we went out. Some friends of Kasia came from Moskow. We had a good time despite the fact that we had to drive around quite a bit to find our perfect place. It was fun, I met a professional figure skater, that only happens once in a lifetime.
Yesterday we were in Orpheus. The music was great. The trumpets didn't play wrong once. It was just too bad that I found out only after half the opera that the woman singing was actually supposed to be Orpheus. After that the whole plot opened up to me a lot better.

Man hat unsere Fenster geputzt! Jetzt weiß ich, dass der Nebel jeden Tag eigentlich nur Dreck war und das wir einen schönen Blick haben auch bei geschlossenen Fenstern. 
Um auf die letzte Woche zurückzukommen. Die Präsentation war, ich zitiere, "brilliant", obwohl ich stark davon überzeugt bin, dass wir das nicht verdient haben. Die Russen waren auch gut vorbereitet, aber leider haben sie keine Ahnung, wie man eine Powerpoint Präsentation erstellt. Ich war gleich ganz dankbar für die langen Stunden mit Herrn Harper in Magdeburg (Präsentationskurs) und würde ihn gern mal hierher ausleihen.
Am Samstag waren wir aus. Kasia hatte Besuch von Freunden aus Moskau und wir haben uns einen netten kleinen Club in der Stadt gesucht. Der eine war ein professioneller Eiskunstläufer, so einen zu treffen passiert mir sicher auch nicht noch mal im Leben.
Gestern Abend waren wir in Orpheus. Die Musik war großartig und die Bläser haben nicht einmal falsch gespielt, also nicht so wie sonst. Leider hatte ich erst nach der Hälfte des Stückes erkannt, dass die Frau auf der Bühne Orpheus sein soll. Danach hat sich mir die ganze Handlung natürlich viel besser erschlossen.

Freitag, 12. November 2010

Yes, we can

It would be a shame not to have a post with this title !

What a week. I have actually wanted to attend all lectures, they just aren't taking place. Not that I would mind too much. The real work starts on thursdays when we need to write essays and presentations. I had a group presentation preparation with 10 people today and I thought it was a mess. Of course we had quite a nice outcome and that is usually all that counts but I would have liked our professors to be sensible and have groups of 3, maximum 4 people. Well, ..., we are in Russia and domestic students are 17 when they start university. At least I found the topic interesting, not very challenging though. Tilman and I are going to give a nice performance tomorrow and stun the Russian professors with our perfect presentation.

Everything else is fine. We have quite excessive plans concerning our cultural life. Tomorrow, there'll be a rock night at one of the various clubs in the city. On the next weekends we'll see and hear Russian folk dance, Mozart's requiem, Giselle and Toska. I like living here!


Übersetzung:


Es wäre wirklich unsensibel der Welt gegenüber, keinen Eintrag mit diesem Titel zu haben!


Was für eine Woche. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen zu allen Vorlesungen zu gehen, sie finden aber leider nicht statt. Natürlich bin ich nicht all zu traurig darüber. Die eigentliche Arbeit beginnt immer erst am Donerstag, wenn es darum geht, Essays und Vorträge zu schreiben. Heute saßen wir bei und und haben zu zehnt einen Vortrag ausgearbeitet. Ich fand es ein wenig chaotisch, aber das Ergebnis ist ja das, was zählt. Schön wäre es aber schon gewesen, wenn unsere Professoren so umsichtig gewesen wären uns in kleinere Gruppen einzuteilen. Aber gut, wir sind halt in Russland und die Studenten sind im Durchschnitt 17 wenn sie an die Uni kommen. Wenigstens das Thema war interessant, wenn auch nicht besonders anspruchsvoll.

Sonst ist alles in Ordnung. Morgen gehen wir zu einer Rock Nacht in irgendeinen Club in der Stadt. Die nächsten Wochenenden sind auch gut gefüllt: Russischer Volkstanz, Mozarts Requiem, Giselle und Toska. Ich freu mich auf jede einzelne Veranstaltung. Man kann diese Stadt schon liebgewinnen.

Sonntag, 7. November 2010

Eis mit heißen, polnischen Himbeeren

Ich liebe Ballett und erst recht auf Eis! Was für eine Show, nur ein kleiner sichtbarer Patzer der Läufer und eine schreckliche Bläsergruppe. Also wirklich, ich hätte von einem Konservatorium in St. Petersburg bessere Bläser erwartet, allerdings konnte man die Posaunen schon bei den letzten 3 Vorstellungen vergessen, es war keine große Überraschung. Der Saal war voller Kinder und wir haben uns auch wieder wie 10 gefühlt: was für ein romantisches, wirklichkeitsnahes Bühnenbild, welch großartig überlegte, ins Detail ausgeschmückte Kostüme, die Musik, das Knirschen der Kuven auf dem Eis, synchrone, schön ausgeführte Choreographien, viel besser als im Ballett, muss ich sagen und viele große Kinderaugen und kleine Mädchen, die in der Pause durch den Saal getanzt sind. Ich kann es jedem nur empfehlen.

Danach haben wir zu Hause noch einen polnischen Liebesfilm mit englischen Untertiteln geschaut. Ein gelungener Weiberabend, wobei ich nicht gedacht hätte, das polnische Filme so gut sein können. Ich muss dringend meine unberechtigten Vorurteile aufarbeiten.

Heute ist Hausaufgabentag. Also mach ich mich lieber wieder nützlich.

Samstag, 6. November 2010

Polen und Piroggi

Ein schöner Abend! Wir haben ein bisschen mehr 200 polnische Piroggi vorbereitet und noch ungefähr 50 sind übrig. Also gut, ich hab nicht soo viel mitgeholfen, aber die Polen wissen schon, wie man Gäste verwöhnt. Wir hatten ein volles Haus und heut morgen noch 10 Stühle aus irgendwelchen anderen Zimmern da. Aber zum Glück keine liegengebliebenen Leute. Die sind schon gegen 12 gegangen, war also absolut in Ordnung. Das dumme ist, dass alle, die nicht hier wohnen schon 11:00 gehen müssen (Hausordnung), da verläuft sich fast jede Party etwas eher.
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Sprung zu Samstag:
Gestern war Tag des Großreinemachens. Auf mehr hatten wir dann auch keine Lust. Abends hätten wir beinahe unseren Workshop an der Uni vergessen, sind aber rechtzeitig zur Konferenzschaltung mit einem Harvard-Professor gekommen und haben und eine Vorlesung über den nuklearen Terrorismus anhören dürfen. War sogar ganz gut, eine willkommene Abwechslung vom grauen Studien-niveau-alltag im Fenster gen Westen. Ich habe ganze 2 Fragen gestellt, von 5!
Heute Abend gehen wir endlich zum Nussknacker on ice. Ich freu mich wahnsinnig und werd nach langer Schrankliegezeit Mutters Stulpen ausführen.
Schönen Sonntag!

Mittwoch, 3. November 2010

Nights are short

Back from university. We had an interesting lecture with a film on how to give a speech, I liked it much more then our professor, always talking about nonsense. Unfortunately the computer gave up after 50 minutes and we were free to go home. I went for a drink with some friends and found a nice new place in town. It is a 5-storey building with two floors of exhibition space, a hostel, a restaurant and finally in the 5th floor a bar, kind of shaggy but nice.
When I came home, Kasia told me that she got her internship (the only one she applied for, so she must have had a really good resume and letter of motivation). We wanted to drink on that but the guy with the alcohol can't come. I guess we'll just stay healthy and live a long life.
Tomorrow is a big holiday - Unity Day (Tag der Einheit des Volkes)- as a substitute for the day of the October Revolution. Even all the shops are closed which is very unusual. University is down till Sunday but that doesn't help me at all.
Anyways, have a good night.

So, und nun auf deutsch:

Uni ist vorbei. Die Vorlesung war ausnahmweise mal interessant, weil wir einen Film angeschaut haben über verschiedene Verhaltensweisen beim Reden halten. Jetzt bin ich auf jeden Fall schlauer als nach einer der Presentationen unserer Professorin. Manchmal fragt man sich, wo die die ausgraben? Also sie ist noch sehr jung, aber auch sehr unwissenschaftlich. Nach 50 Minuten hat sich der PC aufgehängt und wir konnten nach Hause gehen. Ich bin dann noch mit ein paar Freunden in ein neues Lokal gegangen. Sehr interessant: ein 5-stöckiges Haus. Die ersten beiden Etagen beherbergen Ausstellungen, dann ein Hostel, ein Restaurant und zu guter Letzt eine Bar, ein bisschen schlecht eingerichtet, dafür aber schön alternativ.
Wieder zu Hause hat Kasia ihr Praktikum bekommen und wir wollten heut noch einen drauf trinken, aber Tilman hat abgesagt und er wollte für den Anstoßstoff sorgen. So leben wir eben gesünder und länger.
Morgen ist ein großer Feiertag - Tag der Einheit des Volkes - der soll seit 05 den Tag der Oktoberrevolution ersetzen. Da haben sogar mal alle Läden zu, sehr ungewöhnlich. Bis Sonntag gibts auch keine Uni, aber das bringt mir ja leider nix.
Ich wüsch euch eine gute Nacht.

Langsamer Mittwoch

Heute werd ich nicht viel machen. Für mich fallen 3 Stunden aus und ich geh erst heut Abend gegen 18:00 zur Uni. So hab ich Zeit mich um die wichtigeren Dinge im Leben zu kümmern. Kasia will Spaghetti Bolognese machen und ich werd natürlich nicht nein sagen. Eine bessere Mutti kann man sich nicht wünschen. Dann kann ich heut auch weiter Postkarten schreiben und mich meiner Hausarbeit widmen.


Vera wohnt jetzt für 10 Tage in der Stadt, weil ihr Freund gekommen ist. Dann kommt noch Dschulias Mutter, was bedeutet, dass sie auch in die Stadt zieht und wir hier freie Bude und reichlich Gelegenheit zum Party machen haben. Ein polnischer Abend ist schon geplant, vielleicht kommt noch ein Tanzabend dazu.

Bis Später

Dienstag, 2. November 2010

Intro

Hello everybody!
I guess, I'll stick to english, so it's understandable for everybody. But there will be the ocasional switches to German or maybe even Russian, just for your entertainment.

It is my 3rd month here in Petersburg and I have to say, it's cold, but beautiful. I am living on Wassili Island in a dormitory. To be honest, I thought it would be a lot worse but we got a nice appartement. We are 4 girls living in two rooms. I'd say the worst thing is that our oven is not working but at least they turned on the heating in October. It is simple but we decorated to make the place cosy and personal. I can consider myself very lucky with my room mates. They are all nice and like a "clean" environment and they are fun to be with.

We've already seen a lot of the city. It is huge and has those white and yellow palaces and big city houses, not to mention all the theaters, museums and shopping possibilities.On Nevskij Prospect you'll always find something to look at or go in.

Of course I have to attend university as well. It's an hours drive by bus and metro and in the end of the day you can feel that there are 2 hours missing (not to compare with the 5 minutes by bike at home). The lectures in English are so lala, I should have taken more in Russian but I still got another semester to correct my mistake. Good for us, we only have Monday to Wednsday, the rest is long weekend. Thus we saw all the great palaces and parks outside St. Petersburg during the beautiful golden autumn/fall we had. I have a lot of sunny pictures which is unusual for Petersburg in this time of the year.

Now, I am going to write about things that'll happen from now on, so the last two months are lost in translation.

Everybody that is interested, read and enjoy. We'll see how it'll work out (very first blog and a lazy writer ;).

Bye for now, Anna