Nur diesmal nich all zu weit weg.
Ich dachte mir, dieser Blog koennte recht hilfreich sein, meinen Praktikumsbericht zu schreiben und so werde ich die Taten und Untaten meines Aufenthaltes in Prag dokumentieren, zu eurer Erheiterung und meiner Gedaechtnisstuetze.
Zwei Monate werde ich in diesem Wunderland verbringen, in einer Stadt, die so faszinierend vielschichtig und erhaben an die Moldau gestellt wurde. Jetzt merkt man mal wieder was man an Magdeburg nicht hat, wobei Prag ein paar mehr Baeumchen und Gruen ganz gut tun wuerden. Es ist kein Shanghai, aber auch keine bayrische Alp. Meine Schleimhaeute werden aber sicherlich nach der Eingewoehnungsphase wieder abschwellen.
Leben tu ich in einer Wohngemeinschaft mit viel Platz, aber ohne Klafuenf. Das macht es ja immer ein wenig weniger wohnlich. Wir sind zu 5., 3 Maedels und 2 Jungs, 2 Amis, 2 Tschechen und eine kleine Deutsche, also ne ganz nette Mischung. Der eine bringt auch immer seine franzoesische Freundin mit nach Hause, da wirds noch internationaler. Ich hoffe nur, dass ich an den Tschechen auch ein wenig tschechisch ueben kann, sonst war der Aufenthalt ja bisher voellig fuer die Katz.
Ich bin naemlich unbeschaeftigt. Ich habe, nicht zum ersten Mal, die Kunst des stillen auf Arbeit Sitzens und die wenigen Aufgaben so lang wie moeglich Streckens wiederaufleben lassen, bin also noch guter Dinge, ungestresst und willig, mehr zu tun. Das verwundert auch mich.
Fuer mich ist es also das erste Mal in ein Land zu reisen, in dem ich die Sprache tatsaechlich noch nie gelernt habe (mal abgesehen von den Urlauben mit Mutti und Vati, aber das zaehlt nun wirklich nicht) aber ich finde mich gut zurecht, wohl auch weil alle Welt hier englisch spricht, sogar der Vietnamese um die Ecke. Nur auf Arbeit laeuft fast alles an mir vorbei. Schnelle Besprechungen werden auf tschechisch geklaert, ist ja auch voellig in Ordnung, ich fuehle mich nur halt noch ein wenig ueberfluessig.
Alles weitere spaeter, willkommen zurueck!
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